Über das Projekt

Das Projekt "Hearing in Penguins" ist ein Forschungsprojekt des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund in Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin, dem Marine Science Center in Rostock und der Universität Süddänemark. Im Rahmen des Projekts werden Pinguine verschiedener Arten trainiert und untersucht, wie gut die Tiere über und unter Wasser hören können. Zusätzlich werden morphologische Studien an Pinguinschädeln durchgeführt und digitale Inhalte zu Unterwasserakustik erstellt, die die Untersuchungen begleiten.

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Ziel der Untersuchungen

Die Ergebnisse des Projekts helfen dabei, das Wissen über die Hörfähigkeit von Pinguinen zu verbessern. Bekannt ist, dass Pinguine die Rufe ihrer Artgenossen hören können, aber wie gut sie andere Geräusche an Luft und unter Wasser hören können, ist bisher noch nicht ausreichend erforscht. Der natürliche Lebensraum von Pinguinen ist jedoch zunehmend erhöhten menschlichen Aktivitäten durch Schiffsverkehr, Untersuchungen des Meeresbodens und weiteren Eingriffen ausgesetzt. Um die Auswirkungen der dadurch steigenden Geräuschkulisse auf die Meeresbewohner abschätzen zu können, muss zunächst bekannt sein, wie die Tiere auf Unterwasserschall reagieren. Vor allem der Einfluss von anthropogenem Unterwasserschall auf tauchende Seevögel, wie Pinguine, ist bisher wenig untersucht.  Diese Erkenntnisse sind essentiell, um mögliche Schutzmaßnahmen für die Meeresbewohner zu schaffen.

Das Projekt "Hearing in Penguins" wird vom Umweltbundesamt (UBA) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.